Navigation und Service

Besondere Regelungen

this page in english

Übergangsrecht

Die Energieeinsparverordnung (EnEV) enthält in § 28 besondere Regelungen hinsichtlich des Stichtages für die Anwendung eines bestimmten Rechtsstandes auf ein Bauvorhaben.

  1. Auf Vorhaben, die die Errichtung, die Änderung die Erweiterung oder den Ausbau von Gebäuden zum Inhalt haben, ist die EnEV in der zum Zeitpunkt der Bauantragstellung oder der Bauanzeige geltenden Fassung anzuwenden.
  2. Auf nicht genehmigungsbedürftige Vorhaben, die nach Maßgabe des (jeweils geltenden) Bauordnungsrechts der Gemeinde zur Kenntnis zu geben sind, ist die EnEV in der zum Zeitpunkt der Kenntnisgabe geltenden Fassung anzuwenden.
  3. Auf sonstige nicht genehmigungsbedürftige, insbesondere genehmigungs-, anzeige- und verfahrensfreie Vorhaben ist die EnEV in der zum Zeitpunkt der des Beginns der Bauausführung geltenden Fassung anzuwenden.

Die vorgenannten Regelungen sollen dem Bauherrn Planungssicherheit geben.

Der Bauherr kann für sein Vorhaben auch für die Anwendung neueren Rechts optieren, solange über den Bauantrag oder die Bauanzeige noch nicht rechtskräftig entschieden worden ist.

Kleine Gebäude

Bei der Errichtung kleiner Gebäude mit bis zu 50 m² Nutzfläche gelten die übrigen Anforderungen an neu zu errichtende Gebäude als erfüllt, wenn die Außenbauteile sämtlich die (ansonsten bei bestimmten baulichen Änderungen geltenden) Einzelbauteilanforderungen nach Anlage 3 (im Wesentlichen: Tabelle 1) einhalten. Dasselbe gilt für Raumzellen bis zu einer Größe von jeweils 50 m², die zu (größeren) Gebäuden zusammengefügt werden, deren Nutzungsdauer 5 Jahre nicht übersteigt. Die einschlägigen Mindestanforderungen an die Anlagentechnik bleiben aber unberührt.

Zumal in diesen Fällen kein Nachweis über die Begrenzung des Jahresprimärenergiebedarfs erforderlich ist, wird bei der Fertigstellung auch kein Energieausweis gefordert.

Diese Seite

© Copyright by BBR. Alle Rechte vorbehalten. - 2013