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Gemischt genutzte Gebäude

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Die Energieeinsparverordnung unterteilt die insgesamt vom Geltungsbereich erfassten Gebäude hinsichtlich der Nutzung in Wohngebäude und Nichtwohngebäude. Dagegen werden unterschiedliche Nutzungen innerhalb eines Nichtwohngebäudes im Zuge der Nachweisrechnungen nach DIN V 18599 durch Zonierung berücksichtigt.

Grundsätzlich werden alle Anforderungen an das gesamte Gebäude gestellt. Dies trifft im Grundsatz ebenfalls auf die Ausstellung von Energieausweisen zu.

Befinden sich innerhalb eines Gebäude sowohl Wohn- als auch Nichtwohn-Nutzungen, ist in Anwendung von § 22 EnEV 2013 in bestimmten Fällen das Gebäude in zwei getrennte Gebäude aufzuteilen, diese Aufteilung schließt auch die Pflichten hinsichtlich der Ausstellung von Energieausweisen ein. Folgende Fälle sind dabei zu unterscheiden:

Wohnnutzung überwiegt

Wenn ein Gebäude überwiegend der Wohnnutzung dient und sich die nicht der Wohnnutzung zuzuordnenden Gebäudeteile

1. hinsichtlich der Art ihrer Nutzung und
2. hinsichtlich ihrer gebäudetechnischen Ausstattung

wesentlich von der Wohnnutzung unterscheiden und

3. einen nicht unerheblichen Teil der Gebäudenutzfläche umfassen,

dann sind diese Teile des Gebäudes getrennt als Nichtwohngebäude zu behandeln. Alle drei Bedingungen müssen zutreffen. Nach üblicher Auslegung sind Nutzungsanteile bis 10 % „unerheblich“. Ferner ist zu beachten, dass die Nutzung als „Wohngebäude“ in der EnEV sehr weit gefasst definiert ist; auch verschiedene Arten von Heimen zählen als Wohngebäude.

Nichtwohnnutzung überwiegt

Wenn ein Gebäude überwiegend nicht der Wohnnutzung dient und die Gebäudeteile, die der Wohnnutzung zuzuordnen sind, einen nicht unerheblichen Teil der Nettogrundfläche des Gebäude umfassen, dann sind diese Teile des Gebäudes getrennt als Wohngebäude zu behandeln. Nach üblicher Auslegung sind Nutzungsanteile bis 10 % „unerheblich“.

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