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Energieeinsparverordnung (EnEV)

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Die EnEV ist ein wichtiger Baustein der Energie- und Klimaschutzpolitik der Bundesregierung. Sie wurde erstmals 2002 als Zusammenfassung der bis dahin geltenden Wärmeschutzverordnung und der Heizungsanlagen-Verordnung erlassen und 2004 erstmals fortgeschrieben. Zur Umsetzung der ersten Europäischen Richtlinie über die Gesamtenergieeffizienz von Gebäuden (2002/91/EU) wurde die EnEV 2007 neu erlassen und zur Umsetzung der Verschärfungsbeschlüsse des "Integrierten Energie- und Klimaschutzprogramms (IEKP 2007)" im Jahre 2009 abermals novelliert.

Zum 1. Mai 2014 trat ein neuer Stand der Verordnung in Kraft, der sich auf Grund der "Zweiten Verordnung zur Änderung der Energieeinsparverordnung vom 18. November 2013" ergibt (EnEV 2013). Die Novellierung dient unter anderem der Umsetzung der neu gefassten Europäischen Richtlinie über die Gesamtenergieeffizienz von Gebäuden (2010/31/EU). Aufgrund der Beschlüsse der Bundesregierung zum Energiekonzept und der Energiewende wurde in diesem Zusammenhang abermals auch das Anforderungsniveau mit Wirkung ab dem 1. Januar 2016 neu justiert.

Hinweis: Die bis zum 30. April 2014 gültige EnEV 2009 befindet sich bereits im Archiv.

Die EnEV stellt in erster Linie Anforderungen an den Primärenergiebedarf. Hierbei wird der bauliche Wärmeschutz der Gebäudehülle ebenso berücksichtigt wie die Energieeffizienz der eingesetzten Anlagentechnik (Heizung, Lüftung, Kühlung, Beleuchtung). Durch einen Multiplikator, den Primärenergiefaktor, wird dabei auch die Vorkette des jeweils eingesetzten Energieträgers (bis zur Entnahme im Gebäude) bewertet, so dass der unterschiedliche Ressourcenverbrauch und mittelbar auch die unterschiedlich hohen CO2-Emissionen Berücksichtigung finden.
Für die Ausstellung von Energieausweisen verweist die Verordnung auf Regeln, die die zuständigen Bundesministerien bekanntmachen. Die Redaktion der Bekanntmachungen zur EnEV ist Aufgabe des BBSR.

Der Vollzug der Energieeinsparverordnung ist verfassungsgemäß eine Zuständigkeit der Länder. Sie haben in der Regel Umsetzungsverordnungen erlassen. Zu Fragen von übergreifendem Interesse, die im Vollzug aufkommen, veröffentlichen sie Auslegungen.

Das BBSR unterstützt die zuständigen Bundesministerien bei der Fortschreibung der Vorschriften sowie auch bei der Ausgestaltung und Weiterentwicklung der in Bezug genommenen technischen Regelwerke und Richtlinien. Dazu werden unter anderem auch Begleitgutachten beauftragt.

Frühere Fassungen der EnEV finden sich im Archiv.

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