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FAQ 15: Für welche Gebäude besteht eine Aushangpflicht für Energieausweise?

Antwort:

Nach § 16 Abs. 3 bzw. Abs. 4 EnEV 2013 gilt die Aushangpflicht für alle behördlich (§ 16 Abs. 3 EnEV 2013) und nichtbehördlich (§ 16 Abs. 4 EnEV 2013) genutzten Gebäude, wenn auf einer Nutzfläche von mehr als 500 m2 starker Publikumsverkehr stattfindet, sowie nach dem 8. Juli 2015 für behördlich genutzte Gebäude, wenn auf einer Nutzfläche von mehr als 250 m² starker Publikumsverkehr stattfindet. Ausgehängt werden muss dabei nur die Aushangseite des Energieausweises. Der Aushang muss an einer für die Öffentlichkeit gut sichtbaren Stelle erfolgen.
Bei nichtbehördlich genutzten Gebäuden gilt die Aushangpflicht nur, sobald ein Energieausweis vorliegt, vergl. § 16 Abs. 4 Satz 1 EnEV 2013 "…, sobald für das Gebäude ein Energieausweis vorliegt".
Im Sinne der EnEV 2013 (§ 2 Nr. 16) "sind Nutzflächen mit starkem Publikumsverkehr öffentlich zugängliche Nutzflächen, die während ihrer Öffnungszeiten von einer großen Zahl von Menschen aufgesucht werden. Solche Flächen können sich insbesondere in öffentlichen oder privaten Einrichtungen befinden, die für gewerbliche, freiberufliche, kulturelle, soziale oder behördliche Zwecke genutzt werden."
Bei nichtbehördlich genutzten Gebäuden muss es sich nicht um eine Nutzung des ganzen Gebäudes, z. B. als Supermarkt oder Bank, handeln. Ausreichend ist eine teilweise Nutzung beispielsweise des Erdgeschosses, wenn dort auf mehr als 500 m² starker Publikumsverkehr herrscht. Dies gilt auch für behördlich genutzte Gebäude.
Die Regelung zur Aushangpflicht nach § 16 Abs. 3 und Abs. 4 EnEV 2013 gilt nach § 16 Abs. 5 Satz 2 EnEV 2013 nicht für Baudenkmäler.

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