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FAQ 7: Kann für ein Gebäude, das die letzten Jahre komplett leer gestanden hat, ein Verbrauchsausweis auf Grundlage der letzten, aber älteren Abrechnungen ausgestellt werden?

Antwort:

Das hängt von der Dauer des Leerstands ab. Grundsätzlich sind nach § 19 Abs. 3 Satz 2 EnEV 2013 längere Leerstände angemessen rechnerisch zu berücksichtigen. Hier ist ein den anerkannten Regeln der Technik entsprechendes Verfahren anzuwenden. Dies wird vermutet, soweit bei der Ermittlung des Energieverbrauchs Vereinfachungen verwendet werden, die von den zuständigen Bundesministerien im Bundesanzeiger bekannt gemacht werden.
Hier gelten aktuell

  • für Wohngebäude die "Bekanntmachung der Regeln für Energieverbrauchswerte im Wohngebäudebestand" vom 7. April 2015
  • für Nichtwohngebäude die "Bekanntmachung der Regeln für Energieverbrauchswerte und der Vergleichswerte im Nichtwohngebäudebestand" vom 7. April 2015.

Diese geben vor, ab welcher Leerstandsdauer und mit welcher Vorgehensweise Leerstände berücksichtigt werden können.
Übersteigt der Leerstandsfaktor das geforderte Maximum, so ist eine Verwendung der Daten, trotz Vorliegen, nicht zulässig.
Ebenso ist bei einem langjährigen Komplettleerstand, bei dem die letzte Abrechnung bereits mehrere Jahre zurückliegt, eine Verwendung dieser Daten unzulässig.
Es kann dann ein Energieausweis auf Grundlage des Energiebedarfs erstellt werden. Hier kann auf die vereinfachte Datenaufnahme zurückgegriffen werden (siehe hierzu die Bekanntmachung der Regeln zur Datenaufnahme und Datenverwendung im Wohngebäudebestand bzw. Nichtwohngebäudebestand vom 30. Juli 2009).
Die jeweils aktuelle Bekanntmachung kann dem Infoportal Energieeinsparung des BBSR unter "Bekanntmachungen" entnommen werden.

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