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Modernisierungsempfehlungen

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Der Energieausweis muss Empfehlungen des Ausstellers für kosteneffiziente energetische Verbesserungen enthalten, soweit solche möglich sind. Angaben zur Wirtschaftlichkeit der Modernisierungsmaßnahmen sind optional vorgesehen. Die Empfehlungen im Energieausweis ersetzen jedoch keine detaillierte Energieberatung oder Planung.

Aussteller von Energieausweisen geben auf Seite 4 Empfehlungen zu kosteneffizienten Maßnahmen für die energetische Modernisierung des Gebäudes, soweit sie solche Verbesserungen für möglich halten. Hält der Energieausweisaussteller keinerlei kosteneffiziente Verbesserungen für möglich, ist dies ausdrücklich zu vermerken. Das ist z. B. bei Neubauten regelmäßig der Fall.

Anforderungen an die Aufnahme von Empfehlungen für kosteneffiziente Modernisierungsmaßnahmen in den Energieausweis ergeben sich aus § 20 EnEV. Sie dürfen auch nicht durch Vereinbarungen zwischen Eigentümer und Aussteller entfallen. Die Empfehlungen dienen der Information des Eigentümers. Ihre Umsetzung ist jedoch nicht verpflichtend.

Eine verantwortungsvolle Erarbeitung und Benennung von Modernisierungsempfehlungen setzt in den meisten Fällen voraus, dass sich der Aussteller des Energieausweises über den aktuellen baulichen Zustand des Gebäudes vor Ort kundig gemacht hat. Die Verordnung schreibt jedoch eine Besichtigung des Gebäudes durch den Aussteller nicht vor; er darf seine Empfehlungen z. B. auch auf Planunterlagen oder Angaben des Eigentümers stützen, soweit er keinen Anlass zu Zweifeln an deren Richtigkeit hat.

Für Modernisierungsvorschläge an ausgewählten Bau- oder Anlageteilen gibt der Aussteller an, ob und inwieweit diese als Teil einer größeren Modernisierung oder als Einzelmaßnahme empfohlen werden. In beiden Fällen sollte geprüft werden, ob die Arbeiten mit ohnehin durchzuführenden Instandsetzungsmaßnahmen gekoppelt werden können (z.B. Putzerneuerung, Neueindeckung des Daches oder Kesseltausch). Dies hat Konsequenzen für die Betrachtung der ökonomischen Vorteilhaftigkeit.

Qualifizierte Berater und Ausweisersteller sind in der Lage, bereits im Ausweis Angaben zur Wirtschaftlichkeit der vorgeschlagenen Maßnahmen zu machen. Solche Angaben sind nicht obligatorisch. Möglich ist die Abschätzung der Amortisationszeit bzw. der Kosten pro eingesparte Kilowattstunde Endenergie (äquivalenter Energiepreis). Damit können sich Bauherren ein erstes Bild darüber verschaffen, ob die vorgeschlagenen Maßnahmen im ökonomischen Sinne vorteilhaft sind.

Informationen zur Wirtschaftlichkeit oft umgesetzter Modernisierungsmaßnahmen bei Wohngebäuden gemäß Artikel 11 Absatz 4 der europäischen Gesamtenergieeffizienzrichtlinie sowie zu Berechnungsmethoden und Randbedingungen werden in der Rubrik Wirtschaftlichkeit zur Verfügung gestellt.

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