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Planung

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Bei der Planung von energetischen Modernisierungsmaßnahmen müssen Wechselwirkungen zwischen Gebäudehülle und Anlagentechnik beachtet werden. Je besser die energetische Qualität der Gebäudehülle ist, umso kleiner können die Anlagen zur Wärmeversorgung dimensioniert werden. Überdies ist bei geringerem Wärmebedarf erneuerbare Energie oft wirtschaftlicher einsetzbar. Bereits im Vorfeld einer Modernisierung ist zu überlegen, ob Maßnahmen sinnvoll kombiniert werden können oder ob sie in einer bestimmten Reihenfolge auszuführen sind. Dazu sind folgende bauliche und rechtliche Voruntersuchungen notwendig und sinnvoll:

  • Untersuchung der weiter genutzten Bauteile auf Tragfähigkeit und Schäden (u.a. Durchfeuchtung),
  • Klärung der technischen Machbarkeit von z.B. Anschlussdetails und Aufbauhöhen,
  • Abschätzung des Folgeaufwandes von Einzelmaßnahmen, z.B. Anpassung Dachüberstand bei Fassadendämmung,
  • Abklärung von baurechtlichen Vorgaben, Denkmalschutz, Umwelt- und Naturschutz und
  • Analyse von Kopplungsmöglichkeiten von Unterhaltungs- oder Instandsetzungsmaßnahmen und energetischer Modernisierung.

An viele Modernisierungen der thermischen Gebäudehülle sind Anforderungen der EnEV geknüpft. Ein Katalog einschlägiger Veränderungen und der Anforderungswerte für diese Maßnahmen ist in Anlage 3 der Energieeinsparverordnung enthalten. Diese Anforderungen sind als Höchstwerte des Wärmedurchgangskoeffizienten der renovierten Bauteilfläche formuliert. Sie sind dann nicht verpflichtend, wenn die von der Maßnahme betroffene Teilfläche 10 % der Gesamtfläche des jeweiligen Bauteils beim betroffenen Gebäude nicht überschreitet. Alternativ kann auch nachgewiesen werden, dass das Gebäude nach durchgeführter Renovierung 140% der Anforderungen eines gleichartigen Neubaus nicht überschreitet. Bezug ist hier das Anforderungsniveau "EnEV 2009" (≈Niveau 2014), da im Rahmen der 140%-Regel die ab 2016 gültige Neubauverschärfung nicht greift.

Für die Beurteilung der Wirtschaftlichkeit sollten folgende Größen und Rahmenbedingungen auf der Grundlage von Bestandsdaten, Vorentwürfen oder Konzepten ermittelt werden:

  • das energetische Einsparpotenzial unter realistischen Annahmen,
  • die Baukosten und darin eingeschlossen separat die EnEV-bedingten Mehrkosten,
  • die zu erwartende Lebensdauer der Maßnahme und
  • laufende Kosten für Inspektion, Wartung, Reinigung (und – wenn relevant – separat die EnEV-bedingten Mehrkosten).

Aus der Perspektive des Bauherren oder der Planer ist eine Wirtschaftlichkeitsbetrachtung weiter gefasst und kann/sollte neben EnEV-bedingten Mehrkosten auch folgende Aspekte umfassen:

  • Aufwendungen für Instandsetzung, Rückbau und Entsorgung (Erfahrungs- und Vergleichswerte),
  • ggf. Fördermöglichkeiten und
  • Planungs(mehr)aufwand für energieeffiziente Konzepte.

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