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Flüssige Biomasse

Die Erfüllungsoption "Flüssige Biomasse" war bereits im aufgehobenen Erneuerbare-Energien-Wärmegesetz (EEWärmeG) enthalten und wird in vergleichbarer Form in § 39 Gebäudeenergiegesetz (GEG) fortgeführt. Diese Erfüllungsoption bezieht sich ausschließlich auf die Nutzung von flüssiger Biomasse in Brennwertkesseln oder Kraft-Wärme-Kopplungsanlagen.

Erforderlicher Anteil

Der erforderliche Anteil von 50 % des aufsummierten Wärme- und Kälteenergiebedarfs des Gebäudes bezieht sich auf den Deckungsanteil der im Gebäude mit flüssiger Biomasse betriebenen Brennwertkessel oder Kraft-Wärme-Kopplungsanlagen.

Wärme- und Kälteenergiebedarf ist dabei nach der Definition in § 3 Absatz 1 Nummer 31 GEG die Summe

  • der zur Deckung des Wärmebedarfs für Heizung und Warmwasserbereitung jährlich benötigten Wärmemenge, einschließlich des thermischen Aufwands für Übergabe, Verteilung und Speicherung der Energiemenge und
  • der zur Deckung des Kältebedarfs für Raumkühlung jährlich benötigten Kältemenge, einschließlich des thermischen Aufwands für Übergabe, Verteilung und Speicherung der Energiemenge.

Brennstoffe

Die Brennstoffe müssen Anforderungen an den nachhaltigen Anbau und die nachhaltige Herstellung erfüllen, die sich aus der Biomassestrom-Nachhaltigkeitsverordnung ergeben. Diese Verordnung gilt ansonsten nur für die Stromerzeugung aus flüssiger Biomasse nach dem Erneuerbare-Energien-Gesetz. Der Betreiber der Brennwertkessel oder Kraft-Wärme-Kopplungsanlagen in einem Gebäude muss vom Lieferanten entsprechende Bescheinigungen dazu einholen, aufbewahren und der zuständigen Behörde auf Verlangen vorlegen.
>Externer Link zum Text der Biomassestrom-Nachhaltigkeitsverordnung
>mehr über die erforderlichen Bescheinigungen durch die Brennstofflieferanten

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