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Maßnahmen zur Einsparung von Energie

In § 45 des Gebäudeenergiegesetzes (GEG) wird eine Regelung des aufgehobenen Erneuerbare-Energien-Wärmegesetzes (EEWärmeG) in veränderter Form fortgeführt, wonach als Ersatzmaßnahme für die Erfüllungsoptionen zur Nutzung erneuerbarer Energien auch Maßnahmen zur Einsparung von Energie bei dem betroffenen Gebäude in Betracht kommen. Während nach der Vorgängerregelung sowohl die jeweilige Anforderung an den Wärmeschutz der Gebäudehülle als auch die Anforderung zur Begrenzung des Jahres-Primärenergiebedarf um 15 % zu unterschreiten waren, beschränkt sich die aktuelle Regelung nach § 45 GEG auf eine Pflicht zur Übererfüllung der Wärmeschutzanforderungen.

Erforderlicher Anteil

Anstelle der anteiligen Deckung des Wärme- und Kälteenergiebedarfs kann die diesbezügliche Anforderung (§ 10 Absatz 2 Nummer 3) auch dadurch erfüllt werden, dass das betroffene zu errichtende Gebäude die jeweiligen Anforderungen

  • bei Wohngebäuden an den Höchstwert des spezifischen, auf die wärmeübertragende Umfassungsfläche bezogenen Transmissionswärmeverlusts und
  • bei Nichtwohngebäude an die Höchstwerte der mittleren Wärmedurchgangskoeffizienten der Gebäudehülle

um 15 % unterschreitet.

Verzicht auf die Pflicht zur Übererfüllung der Anforderung an den Jahres-Primärenergiebedarf

Die Begründung des Gesetzgebers führt zur Abschaffung der zweiten (aus dem abgelösten EEWärmeG bekannten) Anforderung aus:

§ 45 bestimmt, dass zur Erfüllung der Anforderung gemäß § 10 Absatz 2 Nummer 3 anstelle der Nutzung erneuerbarer Energien Maßnahmen am Gebäude zur Einsparung von Energie getroffen werden können, die den fehlenden Anteil erneuerbarer Energien zur Deckung des Wärme- und Kältebedarfs ersetzen. Das EEWärmeG sah bislang eine Übererfüllung des EnEV-Neubaustandards – und zwar sowohl beim Jahres-Primärenergiebedarf als auch beim baulichen Wärmeschutz – um 15 Prozent vor. § 45 führt den Ansatz der Kompensation von EE-Maßnahme durch Effizienzmaßnahmen fort, ändert die bisherige Regelung des EEWärmeG aber ab.

Der Anpassungsbedarf ergibt sich aufgrund von Neuregelungen, insbesondere der Einbeziehung von EE-Strom-Lösungen. Wenn im Einzelfall der Einsatz erneuerbarer Energien, sowie die in § 42 und § 43 spezifizierten anlagenbezogenen Ersatzmaßnahmen (Abwärme, KWK) und auch die Ersatzmaßnahme "Fernwärme" ausscheiden, kann die geltende Vorgabe, auch die Anforderungen an den Jahres-Primärenergiebedarf um 15 Prozent zu unterschreiten, nur noch durch Maßnahmen an der Gebäudehülle erreicht werden. Auf eine Übererfüllung beim Primärenergiebedarf kann daher verzichtet werden. Die prozentuale Übererfüllung der Anforderungen an den baulichen Wärmeschutz (um 15 Prozent) wird beibehalten.

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