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Kostenfunktionen Außenwand

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Diese Kostenfunktionen wurden im Rahmen von Untersuchungen des Instituts Wohnen und Umwelt (IWU, Darmstadt) auf der Grundlage von gewerkebezogenen Kostenfeststellungen bei rund 1200 abgerechneten Bauprojekten aus dem Wohnungsbau empirisch ermittelt. Preisstand der Studie ist das 1. Quartal 2015. Die Untersuchung schreibt eine frühere, durch das IWU im Auftrag des BBSR durchgeführte Arbeit fort und wurde im Rahmen der Nationalen Klimaschutzinitiative des Bundesministeriums für Umwelt, Naturschutz, Bau und Reaktorsicherheit gefördert.

Mittlere Werte für die Vollkosten und energiebedingten Mehrkosten der Außenwanddämmung mit einem Wärmedämmverbundsystem (Hartschaum bzw. Mineralwolle) können mit folgenden Kostenfunktionen in Abhängigkeit von der Dämmstoffdicke abgeschätzt werden. Das Ergebnis bezieht sich auf einen Quadratmeter Außenwand. Die Mehrwertsteuer ist enthalten. Für die Beurteilung der Wirtschaftlichkeit einer energetischen Modernisierung sind i. d. R. nicht die Vollkosten, sondern nur die energetisch bedingten Mehrkosten zu berücksichtigen.

Baukosten (Vollkosten) = 2,81 €/cm ∙ X cm Dämmstoff + 96,88 €

Darin enthalten sind durchschnittliche energiebedingte Mehrkosten. Diese können mit der folgenden Formel ermittelt werden:

Energiebedingte Mehrkosten = 2,81 €/cm ∙ X cm Dämmstoff + 19,77 €

Bei einer Dämmstoffdicke von 15 cm z. B. betrugen also (mit Preisstand 2015) die durchschnittlichen Vollkosten der Maßnahme ca. 139 €/m², die mittleren energiebedingten Mehrkosten ca. 62 €/m². Die tatsächlichen Kosten im Einzelfall können aufgrund der individuellen Voraussetzungen von den ermittelten Werten abweichen.

Vor der Durchführung von Dämmmaßnahmen sollte die Außenwand unbedingt auf mögliche Feuchteschäden und auf ihre Tragfähigkeit untersucht werden. Kosten für die Untersuchung und die eventuelle Beseitigung von solchen Mängeln sind den Instandsetzungskosten zugeordnet. Erforderliche Gerüstarbeiten sind nicht berücksichtigt.

Zu den ohnehin erforderlichen Vor- und Zusatzarbeiten im Rahmen der Instandsetzung gehören u. a.

  • die Herstellung eines tragfähigen Untergrundes,
  • der Sockelputz,
  • Anschlussleisten, Dichtbänder, das Aufbringen von Zierelementen,
  • zusätzliche dekorative Arbeiten an Fensterfaschen, Farbanstriche und Farbtonzulagen,
  • Demontage und Montage von Fenstergittern oder Geländern, Außenleuchten, Steckdosen und Briefkästen und
  • die Erneuerung von Regenfallrohren im Zuge der Instandsetzung alter Fassaden.

Zu den energiebedingten Modernisierungskosten gehören u.a.:

  • der Dämmstoff mit Befestigung und Sockelschienen,
  • ggf. die Verlängerung des Dachüberstandes,
  • das Ausschäumen von Fugen und Schleifen des Dämmstoffs und
  • systemgerechte Fensterbänke zur Berücksichtigung von durch Dämmung vergrößerter Tiefe von Fensternischen.

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