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Kostenfunktion Kellerdecke

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Diese Kostenfunktionen wurden im Rahmen von Untersuchungen des Instituts Wohnen und Umwelt (IWU, Darmstadt) auf der Grundlage von gewerkebezogenen Kostenfeststellungen bei rund 1200 abgerechneten Bauprojekten aus dem Wohnungsbau empirisch ermittelt. Preisstand der Studie ist das 1. Quartal 2015. Die Untersuchung schreibt eine frühere, durch das IWU im Auftrag des BBSR durchgeführte Arbeit fort und wurde im Rahmen der Nationalen Klimaschutzinitiative des Bundesministeriums für Umwelt, Naturschutz, Bau und Reaktorsicherheit gefördert.

Mit den dargestellten Kostenfunktionen können mittlere Investitionskosten für die nachträgliche Dämmung von Kellerdecken abgeschätzt werden. Diese wird i. d. R. unabhängig von Instandhaltungsmaßnahmen durchgeführt, so dass die energiebedingten Mehrkosten den Vollkosten der Maßnahme entsprechen.

Mittlere Werte für die Investitionskosten für die nachträgliche Dämmung einer Kellerdecke können mit folgenden Kostenfunktionen in Abhängigkeit von der Dämmstoffdicke abgeschätzt werden. Unterschieden wird zwischen Dämmung mit Bekleidung und ohne Bekleidung der Unterseite. Das Ergebnis bezieht sich auf einen Quadratmeter Geschossdecke. Die Mehrwertsteuer ist enthalten.

Für nicht bekleidete Kellerdecken ergibt sich in Abhängigkeit von der Dämmstärke:

Vollkosten = 1,25 €/cm X cm Dämmstoff + 30,75 €

Für eine Kellerdecke mit Bekleidung ergibt sich in Abhängigkeit von der Dämmstärke:

Vollkosten =1,55 €/cm X cm Dämmstoff + 54,25 €

Bei einer Dämmstoffdicke von 12 cm betrugen also (mit Preisstand 2015) die mittleren Vollkosten für nicht bekleidete Kellerdecken rund 46 €/m². Wird die Dämmung von unten mit einer Bekleidung versehen, betrugen (mit Preisstand 2015) die durchschnittlichen Vollkosten der Maßnahme rund 73 €/m². Die tatsächlichen Kosten können aufgrund der individuellen Voraussetzungen im Einzelfall von den ermittelten Werten abweichen.

In den Kosten der Maßnahme sind u. a. folgende Nebenarbeiten berücksichtigt:

  • die Demontage und Montage von Deckenleuchten,
  • Aussparungen von Rohrleitungen,
  • das Kürzen von Türen und Verschlägen
  • das Ein- und Ausräumen von Kellern
  • das Kleben und Schleifen der Dämmplatten

Vor der Durchführung von Dämmmaßnahmen muss die Deckenkonstruktion auf mögliche Feuchteschäden und ihre Tragfähigkeit untersucht werden. Diese Kosten werden den Instandsetzungskosten zugeordnet.

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